Einsatz einer Fluss- bzw. Seewasserwärmepumpe als Option einer Wärmeversorgung
Im dritten Fall wurde ein Einsatz einer Fluss- bzw. Seewasserwärmepumpe als Option einer Wärmeversorgung simuliert.
Mit einem Potential von 10 MW / (m³/s) bei einer Abkühlung des Wassers um ca. 2 K können mit dem Niedrigwasserfluss von ca. 5 m³/s ca. 50 MW Wärme gewonnen werden.
Berücksichtigt man, dass nur ca. 25% der Wassermenge zur Wärmegewinnung entnommen werden können, ergibt sich eine entnehmbare Wärme 12,5 MW. Diese Wärme wird der Wärmepumpe max. zugeführt.
Bei einer Jahresarbeitszahl von 2,5 ergibt sich eine Wärmeleistung von 20,8 MW. Es müssen 8,3 MW an elektrische Leistung zugeführt werden.
Der max. Fernwärmebedarf der EVG Guben beträgt 10,8 MW. Theoretisch kann er mit einer Flusswärmepumpe sicher abgedeckt werden.
Begrenzend sind jedoch die Wassertemperaturen, denn sie darf nicht unter 3 °C absinken.
Zusammenfassung:
- Die Wärmeversorgung kann mit einer Flusswasser-Wärmepumpe in Verbindung mit PtH gesichert werden.
- Autarkiegrade von ca. 40 bis 50% sind bei realistischer Auslegung der regenerativen Energieerzeuger möglich.
- Es sind realistische Amortisationszeiten und interne Zinsfüsse möglich.
- Die CO2 – Emissionen können halbiert werden.